16.  Heimattreffen der Peterswalder
, Nollendorfer und Schönwalder,
vom 24. bis 26. Juni 1989

Sehr gut besucht war an allen drei Festtagen das 16. Heimattreffen der Peterswalder in der Patengemeinde Hainburg.

Von den nahezu dreitausend in den Jahren 1945 bis 1947 gewaltsam aus ihrer angestammten Heimat vertriebenen Peterswaldern waren fast dreihundert der Einladung der Heimatgemeinschaft zu diesem Treffen gefolgt.

Aus den Nachbarorten Nollendorf reisten 55 Personen, aus Schönwald und Tyssa insgesamt etwa 25 Besucher nach Hainburg.

Wie bei den bisherigen Treffen fand am Samstagabend eine große Wiedersehensfeier statt.

Die Gäste aus Nollendorf hielten an diesem ersten Festtage einen Heimatabend im Hotel zum Löwen im Ortsteil Klein-Krotzenburg mit umfassendem Programm ab.  Willibald Bail als Ortsbetreuer berichtete u. a. über das rege Vereinsleben in seinem ehemaligen Heimatort Nollendorf.  Frau Luise Neußer trug Mundartliches vor, dem ein Diavortrag über früher in Hainburg abgehaltene Treffen folgte.  Anschließend wurden bis nach Mitternacht Heimatlieder gesungen.

Das Programm des 16. Heimattreffens der Peterswalder am darauffolgenden Sonntag verlief wie folgt:

9.00 Uhr
   Festgottesdienst in der Katholischen Kirche St. Wendelinus Hainstadt.  Es zelebrierte
                         Pfarrer Rink.

10.00Uhr  Kranzniederlegung am Mahnmal auf dem Hainstadter Friedhof und Ehrung aller in
                        der alten und neuen Heimat gefallenen und verstorbenen Peterswalder und
                        Nollendorfer.

11.00 Uhr  Offizieller Teil mit Ansprachen des Herrn Bürgermeister Herbert Wemelka in Anwesenheit zahlreicher Repräsentanten der Gemeinde Hainburg.  Anschließend sprach Landsmann Ottokar Lehmann vom Bund der Vertriebenen, Kreisverband Offenbach zu den Festgästen.  Zum Abschluß des offiziellen Teiles trug Willibald Bail aus Nollendorf Mundartgedichte aus seiner Heimatgemeinde vor.  Landsmann Josef Stelz dankte allen Gästen und Festbesuchern für ihr Kommen.  Gleichzeitig sprach er den ehrenamtlichen Helfern Dank für ihren Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung des Treffens aus.  Unter großem Beifall dankte er unserem 83jährigen Heimatfreund Richard Wolf aus Obertshausen, der die inzwischen völlig zerstörte Kirche von Peterswald in múhevoller Arbeit naturgetreu mit Innenbeleuchtung und modelliertem Geländehintergrund als Modell nachgebaut bzw. geschnitzt hat.  Bereits bei allen früheren Treffen trug Richard Wolf mit seinen selbstgemalten Bildern von Peterswald und der geschnitzten Nollendorfer Kaiserwarte sowie dem Denkmal zur besonderen Ausgestaltung der Hainstädter Sporthalle an der Offenbacher Landstraße bei.

Auch am Nachmittag war die Sporthalle voll besetzt und die gegenseitigen Wiedersehensbegrüßungen wollten kein Ende nehmen.

Leicht zurückgegangen war die Zahl der Besucher aus der DDR und „SSR, die auch heuer sowohl von der Patengemeinde Hainburg als auch von der Peterswalder Heimatgemeinschaft ein Geldgeschenk in Empfang nehmen durften.

Bis zum späten Nachmittag reisten noch Besucher an, um an diesem 16. Treffen alte Freunde, Nachbarn und Bekannte aus der alten Heimat wiederzusehen.

Nach einem gemütlichen Frühschoppen und gemeinsamen Mittagessen im Hotel Lindenhof in Hainstadt klang das Treffen am Montag aus.

Bei den Verabschiedungen wurde vielfach der Wunsch auf ein gesundes und frohes Wiedersehen in der Patengemeinde Hainburg im Jahre 1991 geäußert.

Namens der Peterswalder Heimatgemeinschaft übermitteln wir allen Heimatfreunden und Einwohnern unserer Patengemeinde Hainburg die besten Wünsche für Gesundheit, GIück und Erfolg im Neuen Jahr 1990.

Heinz Wolf, Josef Stelz

Hainburg, Jahrbuch 1989-90, pp.130 -131.